28. Oktober 2026
Václav Havel: Ich habe es irgendwo versteckt

Die Veranstaltung widmet sich Václav Havel und seinem erstmals auf Deutsch erscheinenden Buch „Ich habe es irgendwo versteckt“ (Někam jsem to ukryl). Die darin versammelten Aufzeichnungen entstanden 1977, unmittelbar nach der Veröffentlichung der Petition Charta 77 gegen die Menschenrechtsverletzungen des kommunistischen Regimes.
Václav Havel war Dramatiker, Essayist und eine der prägenden Persönlichkeiten der tschechoslowakischen Dissidentenbewegung, bevor er nach der Samtenen Revolution zum Präsidenten der Tschechoslowakei und später der Tschechischen Republik wurde. Er verfasste das Manuskript zu „Ich habe es irgendwo versteckt“, das er vor dem Zugriff der Geheimpolizei verbarg. Es tauchte erst im Nachlass eines 2008 verstorbenen engen Freundes wieder auf. Die wiederentdeckten Texte zeigen Havel nicht als historische Ikone, sondern als Menschen, der über Verhaftung, Verhöre, Angst und das eigene Handeln nachdenkt.
Anna Freimanová, Dissidentin und ehemalige Mitarbeiterin von Havel leitet gemeinsam mit Tillman Spreckelsen (Literatur-Journalist, FAZ) durch den Abend. Aus dem Buch liest Martin Krafl, ehemaliger enger Mitarbeiter Havels. Partner der Veranstaltung sind die Václav-Havel-Bibliothek und der Mitteldeutsche Verlag. Die Veranstaltung findet am Nationalfeiertag der Gründung der ersten Tschechoslowakischen Republik statt.
Gästin: Anna Freimanová
Lesung: Martin Krafl aus Havels „Ich habe es irgendwo versteckt“
Moderation: Tilman Spreckelsen