News Avoidance – keine Nachrichten sind auch keine Lösung?


12. März 2026

In einer Welt voller Krisen, Katastrophen und Dauer-Updates schalten viele (nicht nur!) junge Menschen innerlich und äußerlich ab: sie meiden Nachrichten ganz bewusst. Viele sehen hierin einen Weg, um sich vor ungewolltem Doomscrolling, belastenden Gefühlen und einer permanenten Überforderung zu schützen. Was bedeutet diese „News Avoidance“ für demokratisches Gestalten und gesellschaftliche Teilhabe? Braucht es zur Meinungsbildung und tiefem Verständnis tagespolitische Nachrichten? Welche Rolle spielt digitaler Dauerstress – und welchen Beitrag kann politische Bildung leisten, um einen selbstbestimmten Medien- und Nachrichtenkonsum zu fördern?

In der Fortbildung für Multiplikator:innen der Kinder- und Jugendarbeit und der Sozial- und Bildungsarbeit werfen wir gemeinsam einen Blick auf diese Fragen und erarbeiten, wie Fachkräfte das Thema mit Jugendlichen über medienpädagogische Zugänge aufgreifen können.

Ein fester Bestandteil der Fortbildung ist die gemeinsame Erkundung der Ausstellung „NACHRICHTEN – NEWS“. Die Ausstellung bietet anschauliche und interaktive Impulse zu Fragen wie:

  • Wie entstehen Nachrichten – und warum wirken sie so unterschiedlich?
  • Wie verändern digitale Medien unser Nachrichtenverhalten?
  • Welche Rolle spielen Vertrauen, Auswahl und Überforderung?

Die Ausstellung dient als Reflexionsraum für eigene Mediengewohnheiten und als pädagogischer Ausgangspunkt, um mit Jugendlichen über Nachrichtenkonsum, Überforderung und Informationskompetenz ins Gespräch zu kommen.

Die Fortbildung findet im Rahmen der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung statt und wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Datum: 12.3.2026, 10-16:30 Uhr
Teilnahme kostenlos

Museum für Kommunikation Frankfurt am Main
Schaumainkai 53
Frankfurt am Main, 60596
Deutschland

Informationen zur Anmeldung folgen.

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