
Familienbande. How to Family
22. Oktober 2026 bis 27. Februar 2028
Wie bleiben Familien in einer vernetzten Welt über Generationen hinweg verbunden und wie prägen sie sich gegenseitig? Die Ausstellung „Familienbande. How to Family“ liefert Antworten und macht den Wandel mithilfe historischer Objekte, modernen Technologien, persönlichen Erzählungen und zahlreichen Mitmachstationen erlebbar.
Wer gehört zur Familie? Die Antworten darauf sind heute so vielfältig wie Familien selbst. Gesellschaftliche Veränderungen, die moderne Arbeitswelt, Globalisierung, Digitalisierung und persönliche Erfahrungen prägen, wie wir Familie verstehen und wie wir miteinander verbunden sind.
Die Ausstellung zeigt Familien im Wandel. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie bleiben Familien in einer vernetzten Welt verbunden – und wie prägen sie sich gegenseitig? Unser Bild von Familie entsteht maßgeblich dadurch, wie wir über und innerhalb der Familie kommunizieren. Vor allem Medien spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie verbinden Menschen über Generationen und Entfernungen hinweg, bewahren Erinnerungen und prägen unsere Vorstellungen davon, was Familie ist oder sein kann. Aber sie bergen auch Potenzial für neue Konflikte.
„Familienbande“ will die Besucher:innen ermutigen, ihre eigene Familiengeschichte zu entdecken und zu erzählen. Verschiedene Recherchestationen laden dazu ein, Onlinearchive und Datenbanken zu nutzen, um die eigene Familiengeschichte zu erforschen. Ein Audioguide sowie eine eigens für Kinder entwickelte Audiospur begleiten den Rundgang und bringen die Stimmen verschiedener Generationen ins Gespräch.
Erkunden Sie die Ausstellung:
- Inhalte
- Audioguide
- Neurosensible Angebote
- Impressionen aus der Ausstellung
- Begleitprogramm
- Flyer zur Ausstellung (PDF)
- Pressemappe
- Expotizer
Das gibt es in der Ausstellung „Familienbande“ zu sehen
Die gesamte Ausstellung ist wie eine Wohnung gestaltet und in vier Themenbereiche eingeteilt. Sie führt die Besucher:innen durch unterschiedliche Aspekte des Familienlebens, vom Garderobenbereich über das Ess- und Wohnzimmer in die Küche bis hin zum Garten und in den Keller.
Audioguide „Spurensuche: Familiengeschichten“

Der Audioguide ergänzt die Ausstellung „Familienbande. How To Family“ um vielfältige Perspektiven auf das Thema Familie. Die Inhalte entstanden 2026 in einer Reihe von Workshops mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Menschen über 65 Jahren.
Die persönlichen Geschichten sind an verschiedenen Stellen in die Ausstellung eingebunden. Der kostenfrei ausleihbare Audioguide ermöglicht es den Besuchenden, gezielt einzelne Audiospuren auszuwählen und den unterschiedlichen Perspektiven durch die Ausstellung zu folgen.
Der Audioguide „Spurensuche: Familiengeschichten“ richtet sich besonders an Familien, die die Ausstellung gemeinsam erkunden und dabei miteinander ins Gespräch kommen möchten – auch über Generationen hinweg.
Wir danken den Menschen, deren Geschichten den Audiorundgang möglich gemacht haben. Das Teilprojekt wurde von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung zu Frankfurt am Main gefördert.
Neurosensible Angebote
Familien sind vielfältig. Genauso wie Gehirne! Um die Ausstellung „Familienbande. How to Family“ möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, haben wir neurosensible Angebote entwickelt.
Unsere neurosensiblen Angebote sind Angebote, die bewusst so gestaltet sind, dass sie die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Menschen berücksichtigen. Jeder Mensch verarbeitet Sinneseindrücke – wie Licht, Geräusche, Gerüche oder Menschenansammlungen – anders.
Manche Gehirne (z. B. von neurodivergenten Menschen wie Autist:innen oder ADHS-Betroffene) reagieren empfindlich auf eine hohe Dichte an Reizen. Neurodivergenz bedeutet, dass das Gehirn einer Person Informationen, Reize oder Gefühle anders verarbeitet als der gesellschaftliche Durchschnitt. Es ist eine Variante der menschlichen Wahrnehmung.
Das bieten wir für neurosensible Menschen an:
Sensory Bag
Ein kostenfreies Hilfsmittel für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit sensorischen Materialien. Die Sensory Bag kann am Empfang im Erdgeschoss oder im Ausstellungsraum „Familienbande. How to Family“ im 2. Obergeschoss des Museums ausgeliehen werden. Die Sensory Bag ist mit Gegenständen gefüllt, die helfen, Reizintensität zu verringern. Sie kann aber auch der Beschäftigung und Entspannung dienen. Wir bitten darum, die Inhalte nach Gebrauch zurückzubringen.
Inhalt des Beutels:
- Gehörschutz
- Sonnenbrille
- Fidgetspielzeuge (Akkupressur, Quetschie, Tangle)
- Kugelschreiber mit hygienischem Touchpen
- Notizblock
- Kommunikationskarten
- Desinfektionsmittel
- Optional: Sensory Map (Orientierungskarte)

Sensory Map

Für einen Museumsbesuch nach den eigenen Bedürfnissen: Die Sensory Map ist eine Orientierungskarte für die Ausstellung „Familienbande. How to Family“ im 2. Obergeschoss des Museums. Sie zeigt auf einen Blick, wo es zum Beispiel besonders hell, dunkel, laut oder ein wenig enger wird. So kann der Ausstellungsbesuch nach den eigenen Bedürfnissen geplant werden. Die Karte wird stetig erweitert.
Visual Story
Eine Visual Story (visuelle Geschichte, auch Social Story, soziale Geschichte, genannt) ist ein bebilderter Leitfaden, der Besucher:innen Schritt für Schritt zeigt, was sie bei einem Museumsbesuch erwartet. Wie eine Bildergeschichte durch den gesamten Ablauf des Museumsbesuchs. Das gibt Orientierung und macht den Aufenthalt vorab planbar.
Die Visual Story folgt in Kürze
Stille Stunde
Die Stille Stunde ist ein spezielles Zeitfenster im Museum, in dem die Umgebungsreize für reizempfindliche Besucher:innen gezielt reduziert werden. Sie können somit mit möglichst wenigen Störungen und Geräuschen die Ausstellung erkunden. Die Termine für die Stille Stunde können Sie dem Kalender entnehmen. Es wird um Anmeldung gebeten.
Unsere neurosensiblen Angebote entstanden in enger Zusammenarbeit mit Expert:innen – sowohl aus der Fachwelt als auch aus eigener Erfahrung. Ihr wertvolles Feedback und ihre Expertise waren maßgeblich für die konkrete Gestaltung der Inhalte. Wir danken allen Beteiligten sowie der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region für die Förderung des Teilprojekts.
Fotos aus der Ausstellung






Begleitprogramm
Termine in Oktober 2026
27. Oktober 2026
–
27. Oktober 2026
Digitaler Familientalk: Wie informieren sich Kinder & Jugendliche?
Die medienpädagogische Veranstaltungsreihe „Digitaler Familientalk“ möchte Eltern dabei unterstützen, die Mediennutzung ihrer Kinder zu überblicken, Risiken im Netz frühzeitig zu erkennen und ihren Kindern im Umgang mit den digitalen Medien kompetent zur Seite zu stehen.
Themen und Inhalte am 27. Oktober
Laut aktuellen Studien nutzen Jugendliche zunehmend Chatbots und soziale Medien zur Informationsbeschaffung. Der Abend beleuchtet, wie verlässlich Sprachmodelle als Quelle sind und welche Rolle Deepfakes bei der Verbreitung von Desinformation spielen. Eltern erhalten praktische Werkzeuge, um KI-generierte Inhalte gemeinsam mit ihren Kindern zu erkennen und kritisch einzuordnen, sowie Hinweise auf Beratungsangebote bei problematischen Deepfakes im Schul- oder Freundeskreis.
Impulsgeber
Nils Astrath arbeitet als Medienpädagoge bei #UseTheNews. Mit Hintergrund im Journalismus begleitet er seit Jahren verschiedene Zielgruppen, von Kindern und Jugendlichen bis hin zu Eltern und pädagogischen Fachkräften. Seine Themenschwerpunkte liegen im Bereich KI, Social Media und Nachrichtenkompetenz.
Um Anmeldung wird gebeten
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Highlights (Oktober/November)
27. Oktober 2026 | 19:30 Uhr
Digitaler Familientalk – Wie informieren sich Kinder & Jugendliche?
Die medienpädagogische Veranstaltungsreihe möchte Eltern dabei unterstützen, die Mediennutzung ihrer Kinder zu überblicken Der Abend beleuchtet, wie Kinder KI nutzen und welche Rolle Deepfakes bei der Verbreitung von Desinformation spielen. (Infos)
1. November 2026 | 11:00 Uhr
Familien-Generationenbrunch
Wir laden Jung und Alt in unser Museumscafé ein, gemeinsam zu genießen, Erinnerungen zu teilen und neue Familientraditionen entstehen zu lassen: Mit vertrauten Klassikern aus Omas Küche, ergänzt durch moderne Lieblingsgerichte der jüngeren Generationen. (Infos)
20.+22. November 2026 | 14:30 / 15:00 Uhr
Kinderkino in Kooperation mit dem DFF | „Zirkuskind“
Ein mit liebevoll animierten Sequenzen ausgeschmückter Dokumentarfilm (nicht nur) für Kinder, bei dem man gar nicht anders kann, als die Familie Frank ins Herz zu schließen. (Infos)
24. November 2026 | 17:00 Uhr
Stille Stunde
Die Stille Stunde ist ein spezielles Zeitfenster im Museum nach den regulären Öffnungszeiten, in dem die Umgebungsreize für reizempfindliche Besucher:innen gezielt reduziert werden. (Infos)
29. November 2026 | 11:00 Uhr
Familienvielfalt-Brunch
Familie schmeckt überall: Freuen Sie sich auf ein Buffet mit Familienrezepten aus verschiedenen Kulturen. (Infos)
Kooperationspartner und Förderung
Die Ausstellung und ihre Teilprojekte werden gefördert von der Stiftung Flughafen Frankfurt für die Region, der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, der Cronstett-Hynspergische evangelische Stiftung zu Frankfurt am Main, das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) Frankfurt am Main sowie das Kulturamt der Stadt Frankfurt.
Medienpartner der Ausstellung sind arte, dpa picture alliance und Haus Eins.









Titel-Illustration: Amelie Persson | Ausstellungsfotos: Salome Roessler / lensandlight



