Key Visual zur Ausstellung Global Warning! Marschall McLuhan and the Arts

Feedback 5: Global Warning – Marshall McLuhan and the Arts

Oktober 2020 bis 13. Juni 2021

Die Ausstellung „Feedback 5: Global Warning – Marshall McLuhan and the Arts“ widmet sich einer Ikone der Pop-Kultur: Marshall McLuhan. Der kanadische Technikwissenschaftler und Literaturhistoriker hat bereits 1962 das „globale Dorf“ vorhergesagt. Von 1964 an drehen sich öffentliche Diskussionen um seine berühmte Aussage „Das Medium ist die Botschaft“ (The medium is the message). Er war der erste, der die Frage nach der Wirkung der neuen Medien auf den Menschen gestellt und damit eine breite Resonanz erzielt hat.

Die Ausstellung #Feedback 5: Global Warning! nimmt eine kuratorische Auswahl von Voraussagen von Marshall McLuhan zum Anlass für eine Konfrontation mit zeitgenössischer Kunst. Darsha Hewitt, Christof Migone, Stephanie Syjuco und Mogens Jacobsen – sie alle arbeiten mit neuen Medien und durchdringen mit ihren Kunstwerken ihren Einfluss auf die Gesellschaft. Die Künstler*innen reflektieren Technologieerfahrungen, Veränderungen der Wahrnehmung und das Verständnis unserer Welt durch Medien. Ist zeitgenössische Kunst ein Frühwarnsystem für die Gesellschaft?

Mit Fachkenntnis und Kreativität erreichte McLuhan ein großes Publikum. Er gestaltete seine Texte künstlerisch in Zeitschriften, veröffentlichte Newsletter, die per Brief versandt wurden und nutzte vor allem auch das Fernsehen um seine medienkritischen Botschaften zu adressieren. McLuhan hat seinen prominenten Status bewusst eingesetzt, um in Echtzeit mit einem landesweiten Publikum zu experimentieren. Noch nie zuvor oder seither hat die Kommunikationswissenschaft eine so öffentliche Rolle in unserem Verständnis des technologischen Wandels gespielt.

Marshall McLuhan bemerkte das Ende der rationalen Tradition des Humanismus der Aufklärung durch die elektronische Information der weltweit gleichzeitigen Massenkommunikation. Das neue Satelliten- und Fernsehzeitalter bedeutete die Vernetzung der Welt zu einem globalen Dorf. Darin sah er die Menschen gefangen und sagte mit visionärer Kraft die Entwicklung von neuen sozialen und künstlerischen Formen voraus. Rund 80 Jahre später ist es an der Zeit, diese historischen Erkenntnisse auf ihre Verwirklichung zu überprüfen.

#FEEDBACK 5 – Global Warning! : Marshall McLuhan and the Arts, kuratiert von Baruch Gottlieb und von der Kanadischen Botschaft in Deutschland und West Den Haag gefördert und unterstützt, war ein Ausblick auf das Gastland Kanada zur Frankfurter Buchmesse 2021.

Podiumsdiskussion: Die Zukunft des Buches im elektronischen Zeitalter

Briefe ohne Unterschrift. DDR-Geschichte(n) auf BBC Radio

März bis 05. September 2021

„Schreiben Sie uns, wo immer Sie sind, was immer Sie auf dem Herzen haben.“ Mit diesen Worten lud die BBC-Radiosendung „Briefe ohne Unterschrift“, die von 1949 bis 1974 im Rahmen der Nachrichtensendung „Programm für Ostdeutschland“ ausgestrahlt wurde, Hörer:innen zum Briefeschreiben ein.

Die anonym verfassten Briefe, die aus der DDR über Deckadressen in West-Berlin zur BBC gelangten, boten ungeschönte und direkte Einblicke in den DDR-Alltag. Über die Jahre entwickelte sich „Briefe ohne Unterschrift“ zur politisch hochbrisanten wie auch emotional aufgeladenen Radiosendung – natürlich nicht ohne ins Visier des Ministeriums für Staatssicherheit zu geraten.

Das Zuhause der Schreiber:innen, die Zentrale der Staatssicherheit der DDR, das BBC-Studio: Die Ausstellung zeigt die Stationen, die die Briefe durchliefen, und erzählt die Geschichten, die damit verknüpft sind. Exklusive Interviews mit Briefeschreiber:innen und Sendungsmacher:innen zeigen persönlichen Schicksale. Erstmalig werden Tonbandmitschnitte, die das MfS von der Sendung angefertigt hat, zusammen mit den jeweiligen Originalbriefen aus dem Archiv der BBC präsentiert.

Wo und mit welchen Mitteln sich heute Menschen weltweit für politische und gesellschaftliche Teilhabe sowie freie Meinungsäußerung einsetzen, wird am Beispiel aktueller Aktivist:innen deutlich. In einem analogen Umfragetool können die Besucher:innen schließlich ihre persönliche Meinung zu der Frage „Wie frei fühle ich mich in meinen Äußerungen“ reflektieren und sich anonym auf einer Skala verorten.

Video-Führung zur Eröffnung

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Back to Future. Technikvisionen zwischen Fiktion und Realität

November 2020 bis 24. Oktober 2021

Sie träumen von fliegenden Autos, von Städten im All und Lebenswelten unter Wasser. Sie sagen Bildtelefone in der Westentasche voraus und erdenken Zeitmaschinen, um in die Zukunft zu reisen. Im ausgehenden 19. und im Verlaufe des 20. Jahrhunderts stimmen Science-Fiction Autor:innen, Erfinder:innen und Technikbegeisterte eine schillernde und faszinierende Zukunftsmusik an, die bald von einer Zeit kritischer Technikbetrachtung abgelöst wird.

Die Ausstellung „Back to future“ ist eine Bildreise zu den technischen Visionen der Zukunft von gestern, die sich kreative Vordenker:innen ausgedacht haben. In Illustrationen und Romanen, auf Postkarten und in Filmen entwarfen sie Bilder, in denen sich die Hoffnungen, Sehnsüchte, Ängste und Einwände der jeweiligen Zeit ausdrücken. Es sind phantastische Bilder und sehr konkrete Ideen – manche Visionen sind bereits selbstverständlicher Alltag geworden, andere haben auf unterhaltsame Weise am Ziel vorbeigeschossen.

Die Ausstellung präsentiert ebenso euphorische wie kritische Technikvisionen zu Kommunikation und Mobilität und erzählt, auf welchem gesellschaftlichen Nährboden sie entstanden. Vielleicht hilft der Blick in diese historischen Zukünfte besser zu verstehen, welche Ängste und Hoffnungen wir heute in unsere Zukunft projizieren. Denn die prägenden Zukunftstechnologien unserer Gegenwart – Roboter, künstliche Intelligenz und selbstfahrende Autos – entdecken wir zum Teil in visionären Entwürfen vergangener Tage.

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Livestream verpasst? Hier können Sie die Ausstellungseröffnung erneut ansehen und auf einen spannenden kuratierten Rundgang durch die Ausstellung gehen

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Stille Post. Hören und Verstehen

Juli bis 10. September 2017

13. Februar bis 16. August 2020

Germania: Marke & Mythos

13. Februar bis 16. August 2020

Die Nacht. Alles außer Schlaf

Die Nacht. Alles außer Schlaf

23. März bis 26. August 2018

Raumschiff Wohnzimmer. Die Mondlandung als Medienereignis

Raumschiff Wohnzimmer. Die Mondlandung als Medienereignis

26. Juni bis 10. Januar 2021

Das Geheimnis. Ein gesellschaftliches Phänomen
© Julia Krüger / Nemetschek Stiftung

Das Geheimnis. Ein gesellschaftliches Phänomen

12. Dezember 2019 bis 7. Juni 2020

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