C O N T E N T - S I N G L E . P H P

1. November 2016 bis 14. Mai 2017

A C F : G A L E R I E
A C F : I N F O B O X

„Über Geld spricht man nicht….“ Diese Redewendung kennt fast jeder. Kaum sonst wo auf der Welt wird so wenig über Geld gesprochen wie in Deutschland. Das gilt auch innerhalb der Familie. Oft kennen nicht mal Partner voneinander die Finanzsituation oder die Höhe des Gehalts, noch tabuisierter ist der Austausch mit den Kindern. Dabei geht es darum, Kindern und Jugendlichen früh ein Gefühl für vernünftiges Planen und Wirtschaften zu vermitteln.

Die Ausstellung lädt deshalb zu einem Dialog über Fragen rund ums Geld ein: Wie schätzen wir Dinge wert? Wie viel Konsum ist notwendig? Was ist gerecht? Wie beeinflusst Geld unser Denken und Handeln?

Die Schau nähert sich aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen dem Thema Geld. Ihr alltäglicher Umgang, ihre Interessen, Ideen und Wahrnehmungen bieten Einblicke in die Welt des Geldes aus der Perspektive der Einsteiger und rühren an grundlegende Fragen, die mancher Erwachsener verlernt hat zu stellen.

Die Bereiche der Ausstellung

In zehn Stationen können Kinder und Familien den Fragen des Geldes auf spielerische Weise auf den Grund gehen. In den ersten drei Bereichen der Ausstellung sind Besucherinnen und Besucher gleich selbst gefragt. Wie wichtig ist Geld im Leben und wann ist man eigentlich arm oder reich?

Die interaktive Station „Was meinst du?“ sammelt Meinungen rund um das Thema Geld. Beim interaktiven Taschengeldrechner können Kinder überlegen, was sie mit ihrem Geld machen und sehen, wie es bei anderen ist. Die Bildergalerie „Zeig, was dir wertvoll ist!“ stellt die gemalten oder fotografierten Kostbarkeiten unserer Besucher aus, die sie für kein Geld der Welt hergeben würden. An der Hörstation „Was dir Erwachsene über Geld sagen“ beleuchten Geschichten von „Hänsel und Gretel“ bis zu Hans Magnus Enzensbergers Roman „Immer das Geld!“ das Thema in der Kinder- und Jugendbuchliteratur. Was kostet was? Ein Liter Wasser kann schon mal so teuer sein wie eine Markenjeans. Das Wertekarussell zeigt die erstaunlichen Preisunterschiede bei ganz alltäglichen Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen. Die Preiseinschätzung wird auch bei dem Vergleich von Turnschuhen auf die Probe gestellt. Welches Modell ist am teuersten und wieviel verdient eigentlich eine Näherin an einem Schuh? An der Station „Von Scheinen und Münzen“ zeigen 14 ungewöhnliche Spardosen aus der Sammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation wie und unter welchem Motto in den vergangenen 150 Jahren gespart wurde. „Spare in der Zeit, so hast du in der Not!“ Mahnende Lehrsätze, ein aufgedruckter Zweck wie bei der „ReiseSparkasse“ oder einfach ein lustiges Design sollten Anreize zum Sparen liefern. Aber lohnt sich sparen heute überhaupt noch? Bei Geld aus aller Welt müssen Banknoten den jeweiligen Ländern zugeordnet werden. Wer hier Riyal, Yen oder Peso entdeckt, kann auch etwas über die unterschiedlichen Wechselkurse, Monatseinkommen oder die Abbildungen auf den Banknoten erfahren. An der Medienstation „Endlich hört mir jemand zu“ sprechen Kinder über die Welt des Geldes aus ihrer Perspektive und in den Filmen der Schulaktion „GiG – Du hast dein Geld im Griff“ erklären Kinder für Kinder wichtige Fragen rund um das Thema. Bei Was kostet die Welt? wird dem Thema statistisch auf den Grund gegangen. Wofür geben deutsche Familien ihr Geld aus? Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto? Wie viel Tage muss man für ein iPhone arbeiten und wer verdient eigentlich wie viel? Zum weiteren Dialog über das Thema lädt der Bereich „Spiele rund ums Geld“ ein. Im Rollentausch können diesmal die Kinder ihren Eltern Taschengeld zuteilen oder sich mit ihnen gemeinsam fragen, was Geld eigentlich mit Gefühlen wie Anerkennung oder Gerechtigkeit zu tun hat.


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