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Like you! Freundschaft digital und analog

Ausstellung im Museum für Kommunikation Frankfurt
25. Oktober 2018 bis 1. September 2019

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Was bedeutet uns Freundschaft? Wo und wie finden wir heute Freunde? Wie haben Smartphones und soziale Netzwerke unsere Vorstellungen von Freundschaft verändert? Die revolutionäre Entwicklung der Kommunikationsmittel macht es uns leichter, in Kontakt zu bleiben, aber die virtuelle Vernetzung führt vielleicht auch zu Beliebigkeit und Austauschbarkeit. Und wie war das früher?

Die interdisziplinäre Ausstellung „Like you! Freundschaft digital und analog“ lädt vom 25. Oktober 2018 bis 1. September 2019 zum großen Freundschaftstest ein. Am Entdeckertisch, auf dem Marktplatz der Freundschaft, mit Zettelpost, E-Buddy, Tamagotchi und den Robotern Paro und AIBO erkunden Besucherinnen und Besucher Freundschaft in all ihren Spielarten – und können gemeinsam mit ihren Freunden in der Fotobox ein Erinnerungsfoto schießen. Kulturhistorische Objekte, Alltagsdinge, künstlerische Statements und Expertenwissen verbinden sich zu einem abwechslungsreichen, spannenden Parcours. Drei Ausstellungsbereiche gehen der Frage nach, wie man Freundschaften knüpft und pflegt, was Freundschaften stärkt oder belastet und was passiert, wenn Freundschaften auseinandergehen.

 

Freunde finden

Wie beginnt Freundschaft und was bedeutet sie uns? Findet man sie auch in digitalen Netzwerken? Kann daraus mehr werden, vielleicht sogar Liebe? Diese Fragen stehen im Zentrum des ersten Ausstellungsteils.

Die Geschichte der Freundschaft ist noch nicht geschrieben. Während früher vor allem Philosophen versuchten, den Kern dieser besonderen Beziehung zu durchdenken, widmen sich heute eher Soziologen und Psychologen diesem Phänomen. Eine große Wand mit prägnanten Zitaten von Platon bis Mark Zuckerberg gibt Aufschluss über Ansprüche, Wünsche und Eigenschaften, die mit wahrer Freundschaft verbunden werden. Am Entdeckertisch können Besucherinnen und Besucher dann auch ihrer ganz eigenen Geschichte der Freundschaft nachgehen.

 

Freunde haben

Gestaltet sich Freundschaft heute anders als früher? Kann ein Freundeskreis zur Familie werden? Wo verläuft die Grenze zwischen Freundschaft und Networking? Der zweite Ausstellungsteil widmet sich dem breiten Spektrum gelebter Freundschaft bis ins digitale Zeitalter. Hier begegnen die Besucherinnen und Besucher berühmten Freundschaften: von Goethe und Schiller über Konrad Adenauer und Dannie Heinemann bis zur deutschen Fußballnationalmannschaft von 1954. Sie verdeutlichen, wie aus Konkurrenten Freunde werden, sie Hilfe in der Not bieten und Teamgeist zum Erfolg führt.

Ob nah oder fern, für Freunde ist es wichtig, miteinander in Kontakt zu bleiben. Schon im Mittelalter benutzte man Gesten, Gaben und besondere Erinnerungsstücke als Zeichen der Verbundenheit, noch wichtiger aber war und ist der Austausch. Lange Zeit war der Brief das beliebteste Mittel, später dann das Telefon. Heute kommunizieren wir über Kurznachrichten und Soziale Medien. Verändern die neuen Kommunikationsmittel unsere sozialen Beziehungen? Bereits im 18. Jahrhunderts pflegte der Halberstädter Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim Briefwechsel mit rund 500 Zeitgenossen, ihre Porträts versammelte er in seinem „Freundschaftstempel“. Die Künstlerin Tanja Hollander besuchte 200 Jahre später ihre 626 Facebook-Kontakte und stellte sich die Frage, ob es sich dabei wirklich um Freunde handelt. An zahlreichen Beispielen zeigt die Ausstellung, wie Freundschaft im digitalen Raum und im analogen Leben gepflegt wird. Weitere Abschnitte widmen sich der Praxis der Gastfreundschaft in den Weltreligionen, der Willkommenskultur gegenüber Geflüchteten und der Freundschaft als Instrument der Politik – vom inszenierten Bruderkuss bis zur Städtepartnerschaft.

 

Freunde verlieren

Der dritte Teil der Ausstellung zeigt, wie Menschen den Verlust von Freundschaft überwinden oder auch ohne Freunde leben können. Wenn der Kreis an Freunden kleiner wird, kann die soziale Isolation Menschen krank oder depressiv machen. Fotografien der Künstlerin Nicole Ahland zeigen verlassene, erinnerungsträchtige Räume und Wohnungen. Mit einer VR-Brille erhalten die Besucherinnen und Besucher einen 360°Einblick in die gefaltete Welt des Erwin Hapke, der zurückgezogen in seinem Elternhaus lebte und dort ein Gesamtkunstwerk aus gefalteten Papierwesen entstehen ließ. Um der Einsamkeit zu entgehen, knüpfen manche Ersatzfreundschaften mit Tieren oder Gegenständen, zu denen sie emotionale Beziehungen aufbauen. In neuester Zeit kommen auch intelligente Systeme und Roboter zum Einsatz, die mit Menschen zunehmend besser interagieren. Kann es in der Zukunft Freundschaften zwischen Mensch und Maschine geben? Eine künstlerische Videoarbeit von Louisa Clement widmet sich diesem Thema. Alternativen bieten innovative kultur- und generationsübergreifende Wohnprojekte und Netzwerke, die soziale Kontakte befördern.

 

Expotizer als digitale Einführung in die Ausstellung

Zur Ausstellung bietet das Museum eine digitale Einführung in die Ausstellung an, die es Besucherinnen und Besucher ermöglicht sich vor oder nach dem Ausstellungsbesuch über die Ausstellung zu informieren und Lehrerinnen und Lehrern zur Vor- und Nachbereitung in der Schule dient. www.freundschaft-ausstellung.de

 

Aktion Zeichen der Freundschaft

Begleitend zur Ausstellung sammelt das Museum für Kommunikation individuelle Freundschaftsgeschichten, die sich anhand eines Objekts erzählen lassen. Vom Armbändchen über den Wanderschuh bis zum gemeinsamen Tattoo – Freundinnen und Freunde können das Zeichen einsenden, das ihre Freundschaft ausmacht, und Teil der Ausstellung werden. Freundschaftszeichen können mit einem kurzen Text an freundschaft@mspt.de oder per Post an Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt am Main gesandt werden.

 

Kooperationspartner

Über den Tellerrand Frankfurt e.V. unterstützt die Ausstellung als Kooperationspartner mit Objekten und bietet Veranstaltungen im Begleitprogramm an.

 

Sonderpoststempel

Die Deutsche Post gibt zur Ausstellung einen eigenen Sonderpoststempel heraus, der ab dem 25. Oktober 2018 bei der Post und zur Eröffnung im Museum für Kommunikation erhältlich ist.

 

Begleitprogramm

Zur Ausstellung finden ein umfangreiches Begleitprogramm statt mit Führungen, Veranstaltungen und Workshops für Erwachsene, Kinder und Schulklassen.

 

Pressekonferenz

  • Dr. Helmut Gold, Direktor Museum für Kommunikation Frankfurt
  • Dr. Martina Padberg, Kuratorin
  • Stefan Nies, Kurator

 

Eröffnung

Die offizielle Eröffnung findet am Mittwoch, den 24. Oktober 2018, um 19 Uhr statt. Nach dem Grußwort von Stadträtin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, spricht Direktor Dr. Helmut Gold mit den Kuratoren Dr. Martina Padberg und Stefan Nies über Freundschaft und die Ausstellung. Das Blue Mango Trio begleitet den Abend musikalisch.

 

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 9 – 18 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag 11 – 19 Uhr

 

Eintritt

Ab 6 Jahre 1,50 Euro, ab 18 Jahre 5 Euro Für Gruppen ab 10 Personen ist der Eintritt freitags frei.

 

SOCIAL MEDIA #mfkfreundschaft

 

Pressekontakt

Julia Bastian, Tel.: 069 – 60 60 350, j.bastian@mspt.de, www.mfk-frankfurt.de


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