Archiv 2005 – „Schlafzimmer. Wohnzimmer.“
Fotoserien von Herlinde Koelbl

Schlafzimmer zählen zu den privatesten Räumen eines Hauses. Dort lassen ihre Bewohner alle Masken fallen. Selten gelingt es Fremden, einen Blick in dieses intime Reich zu werfen.

Für Herlinde Koelbl jedoch haben Menschen in Berlin, London, Rom, Paris, Moskau und New York die Türen zu ihrem Schlafzimmer geöffnet und wurden von der Künstlerin dort abgelichtet. Die Ausstellung, die vom 24. November 2005 bis zum 15. Januar 2006 im Museum für Kommunikation zu sehen ist, zeigt jedoch nicht nur Exponate der Serie „Schlafzimmer“, sondern lädt auch zur fotografischen Reise durch „Das deutsche Wohnzimmer“ ein. Mit den Fotoserien beleuchtet Herlinde Koelbl die Privatsphäre der Menschen und dokumentiert so unterschiedliche Lebensweisen. Berühmte Persönlichkeiten wie Barbara Sukowa, Martin Walser, Wolfgang Joop und Christoph Schlingensief zeigten sich in ihrer vertrauten Umgebung ungewöhnlich offen. So auch die Oberbürgmeisterin der Stadt Frankfurt, Petra Roth, die sich eigens für die Ausstellung von Herlinde Koelbl in ihrem Wohnzimmer fotografieren ließ. Das umfangreiche fotografische Werk der Künstlerin wurde vielfach publiziert, sowohl in Büchern als auch in renommierten Zeitungen und Zeitschriften. Sie hat zahlreiche Preise gewonnen, Ausstellungen im In- und Ausland präsentieren ihre Arbeiten. Einem großen Publikum wurde sie durch die fotografische und filmische Langzeitdokumentation „Spuren der Macht“ bekannt.

Ein thematisches Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung. Das Improvisationstheater Äppler Express inspiriert die Besucher zu neuen Geschichten, Herlinde Koelbl führt durch die Ausstellung und stellt ihren Film „Spuren der Macht“ im Filmmuseum vor. Der Frankfurter Verleger Joachim Unseld liest aus „Das Badezimmer“ von Jean-PhilippeToussaint.








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