Archiv 2005 – „EUROPÄERINNEN.“
Portraits von Bettina Flitner

Drei Jahre lang ist die Fotografin Bettina Flitner durch Europa gereist, um „große Europäerinnen, die unseren Kontinent geprägt haben“ zu fotografieren:

Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen, Schriftstellerinnen und Forscherinnen, Politikerinnen und Menschenrechtlerinnen. Frauen, die in ihrem Land und darüber hinaus Herausragendes geleistet haben. Bettina Flitner traf unter größten Sicherheitsvorkehrungen die mit dem Tode bedrohte niederländische Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali, sie beobachtete Pina Bausch in ihrem Proberaum und fotografierte die Schriftstellerin Herta Müller auf einer Radrennbahn in Berlin. Die Ausstellung, die vom 22. September bis 13. November im Museum für Kommunikation Frankfurt zu sehen ist, zeigt die Porträts von 44 herausragenden Frauen. Zusammen mit den Kurzbiografien von Alice Schwarzer ermöglichen die Fotoserien eine intensive Auseinandersetzung mit den Porträtierten. Das räumliche Ausstellungskonzept entstand im Rahmen eines Seminars an der TU Darmstadt unter der Leitung von Prof. Dörte Gatermann und Almut Weinecke-Ludwig. Gleichzeitig wurde eine virtuelle Erweiterung der Ausstellung als Auftakt eines Forschungsprojektes entwickelt, die erstmalig in Frankfurt vorgestellt wird. Ein thematisches Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen, Lesungen und Diskussionen ergänzt die Ausstellung: Die Autorin Herta Müller und die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich, die beide porträtiert sind, werden live zu erleben sein, genauso wie die Fotografin, die über das „Making of“ der „Frauen mit Visionen“ erzählen und selbst durch die Ausstellung führen wird.

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