Das eigene Zuhause bildet seit jeher den Mittelpunkt unseres Lebens und unseres Beziehungsnetzes. Die rasante Entwicklung der modernen Kommunikationstechnik innerhalb der letzten fünfzig Jahre hat auch im Wohnalltag ihre Spuren hinterlassen. Vom 30. November 2006 bis zum 4. Februar 2007 lädt die Ausstellung „com@home“ die Besucherinnen und Besucher ein, die Entwicklung der Wohn- und Kommunikationskultur von den 1950er Jahren, über frühere Zukunftsutopien bis zur Gegenwart zu erleben: von der ersten Fernbedienung auf dem Nierentisch bis zur modernsten Haustechnik, die die Besucherinnen und Besucher in interaktiven Installationen selbst ausprobieren können.
Aktuelle und historische Filmausschnitte, in denen vor allem das Bildtelefon eine wichtige Rolle spielt, zeigen Zukunftsvisionen. Wie beeinflusst die enorme Medienvielfalt unseren Alltag, und welche Auswirkungen haben die neuen Kommunikationsformen auf die Wohnkultur und das Zusammenleben innerhalb der Familie? Die Wohnung ist in den letzten Jahren zum Teil der Welt geworden. Sie dient nicht mehr nur als privater und familiärer Rückzugsort, der vom öffentlichen Leben getrennt ist, sondern ist Ausgangspunkt für unser weit verzweigtes Beziehungsnetz.
Heute kommen die neuesten Hits via Internet ins Haus, E-Mail und SMS ermöglichen eine weltweite, unmittelbare und persönliche Kommunikation.
Die Ausstellung zeigt diese tief greifenden Veränderungen der Kommunikation auf einem Rundgang durch verschiedene Zeitebenen und Räume. Rückblicke auf die Mediengeschichte der beiden deutschen Staaten sind verbunden mit Ausblicken auf frühere Zukunftsvisionen und der neuesten Informations- und Kommunikationstechnik.
