Archiv 2006 – „Vor 125 Jahren: Frankfurt geht ans Netz“

Am 1. August 1881 ging das Frankfurter Telefonnetz mit 50 Teilnehmern in Betrieb. Damit war Frankfurt nach Berlin und Hamburg die dritte deutsche Großstadt, die über ein Ortsnetz verfügte.

Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums präsentiert das Museum für Kommunikation vom 14. Juli bis zum 6. August 2006 die kleine Ausstellung „ Vor 125 Jahren: Frankfurt geht ans Netz“. Die ersten 50 Anschlüsse in Frankfurt erhielten die Telefonnummern 1 bis 50 und wurden über das Vermittlungsamt im Hauptpostamt auf der Zeil verbunden. Kurz nach der Eröffnung des Fernsprechnetzes erschien auch das erste Frankfurter Telefonbuch mit 131 gedruckten Einträgen, die später handschriftlich ergänzt wurden. Da der Telefonanschluss 200 Mark Jahresgebühr kostete – Gesprächsgebühr inbegriffen – und damit sehr teuer war, nutzten zunächst Firmen das Privileg, darunter Degussa (Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt), die Frankfurter Societäts-Druckerei, die Bierbrauereien Binding und Henninger, die Frankfurter Hypothekenbank, das Baugeschäft Philipp Holzmann und die Börse. Allerdings konnte man nur innerhalb des Frankfurter Ortsnetzes und zu festgelegten Uhrzeiten telefonieren. Erste Ferngespräche waren 1884 von Frankfurt nach Mainz, Offenbach und Mannheim möglich, drei Jahre später auch bis nach München, 1894 schließlich bis nach Berlin. In den Folgejahren dehnte sich das Telefonnetz in Frankfurt rasch aus: Bis 1900 gab es bereits 5.500 Teilnehmer.








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