Die Schrift ist ein Speichermedium. Sie ermöglicht es, Wissenswertes aufzubewahren. Die gespeicherten Informationen können so an einen anderen Ort transportiert oder in eine andere Zeit überliefert werden.
Die Wiege der Schriftkultur liegt in Mesopotamien. Als ältestes bekanntes Schriftsystem entstand zwischen Euphrat und Tigris um 3100 v. Chr. die Keilschrift. Die frühen Schriften sind Bilderschriften. In Annäherung an die gesprochene Sprache entstanden aus ihnen Wortschriften, aus denen sich erst im Laufe der Zeit eine Silben- und Buchstabenschrift entwickelte.
Informationen können aber auch auf andere Art, ohne Worte, übermittelt werden. Rauch, Licht und Feuer bilden den Kanon der traditionellen Medien. Dabei beschränkten sich die bereits in der Antike bekannten Signaltechniken auf einfache Aussagen.
Der Buchdruck mit beweglichen Lettern gilt als eine der wichtigsten Erfindungen der frühen Neuzeit und ist untrennbar mit dem Namen des Mainzer Druckers Johannes Gutenberg (1400-1468) verbunden. Die Kunst des Buchdrucks verbreitete sich von Mainz aus rasch und bildete die technische Voraussetzung für die Entstehung von gedruckten Nachrichten. Das Wort „Zeitung“ bedeutet ursprünglich so viel wie „Neuigkeit“, „Nachricht“. Zu „echten“ Zeitungen entwickelten sich die Druckwerke erst im frühen 17. Jahrhundert durch regelmäßiges, anfangs wöchentliches Erscheinen.
Tontäfelchen mit Keilschrift (2200–2000 v. Chr.)
Die ältesten Schriftzeugnisse der Dauerausstellung sind Tontäfelchen aus dem 21. Jahrhundert v. Chr.