Im Jahr 1881 wurde in Berlin das erste öffentliche Telefonnetz hierzulande eingerichtet. Der Telefonanschluss war ein teures Vergnügen und so bildeten die ersten Fernsprechteilnehmer einen exklusiven Zirkel, zu dem vor allem Banken und Handelshäuser zählten. Zunächst waren nur Ortsgespräche möglich, erst nach und nach wurden die einzelnen Stadtfernsprechnetze untereinander verbunden.
Die Ära des „Fräuleins vom Amt“, das bis dahin für die Vermittlung zuständig war, wurde durch die Automatisierung des Vermittlungsbetriebes schrittweise beendet. 1966 wurde die letzte handbediente Ortsvermittlungsstelle aus dem Dienst genommen. Heute schaltet man keine Leitungen mehr. Die Sprache wird in Datenpakete zerlegt, die mit „Adressanhängern“ durch ein Weitverkehrs-Netzwerk (WAN) reisen.
In den 1990er Jahren löste das Handy eine „mobile Revolution“ aus und wurde innerhalb weniger Jahre zum massenhaft verbreiteten, alltäglich genutzten Kommunikationsmittel. Mobile Kommunikation bedeutet heute längst mehr als nur Telefonieren. Die Zukunft des Handys als mobiles, universelles Kommunikationsterminal zeichnet sich ab: Es ist zugleich Spielekonsole, AV und Audioplayer, Navigationsgerät, Digitalkamera und Infokiosk, bietet Information, Unterhaltung und Kommunikation. Telefonieren ist dabei nur noch eine Nutzung unter vielen, das Handy avanciert zum „Schweizer Messer“ der modernen Industriegesellschaft.
Reis-Telefon (ab 1863)
Das aus zwei Teilen – dem Geber und dem Empfänger – bestehende Telefon stellt den Prototyp des ersten in Serie gefertigten Telefons dar.
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