Das Museum für Kommunikation beherbergt die Kunstsammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation, von der eine repräsentative Auswahl in der Dauerausstellung zu sehen ist.
Die Anfänge der Sammlung gehen auf eine Initiative des Generalpostmeisters Heinrich von Stephan zurück. Stephans Interesse galt insbesondere Kunstwerken mit posthistorischem Bezug. Genreszenen zählen ebenso dazu wie eine umfangreiche Bildnissammlung von herausragenden Vertretern der Postgeschichte sowie auf dem Gebiet der Kommunikation tätiger Naturwissenschaftler.
Die motivisch-dokumentarische Funktion von Kunst ist in jüngster Zeit in einem breiteren Begriff von Kommunikation aufgegangen. Während Kunst in älteren Konzepten des Hauses lediglich dazu diente, Postgeschichte zu dokumentieren, umfasst die Sammlung heute Gemälde vom 17. bis zum 21. Jahrhundert, Skulpturen, Objekte und Multiples bis zur Gegenwart, Fotokunst und Kunst der neuen Medien. Darunter befinden sich herausragende Werke von Künstlern wie Carl Spitzweg, Max Ernst, Franz Radziwill, Salvador Dalí und Joseph Beuys.
Joseph Beuys, Fadentelefon (1969).
Bereits im Jahr 978 erfand der chinesische Philosoph Kung-Foo Whing das Fadentelefon. Beuys griff die Idee mit seinem Auflagenobjekt auf, verwandte jedoch mit den Konservendosen, die durch eine Schnur verbunden sind, Abfallprodukte der Zivilisation, die durch die neue Verwendung neue Weritgkeit erhalten.
Einen Hinweis auf die Interpretation gab Beuys in einem Interview, das er 1970 Jörg Schellmann und Bernd Klüser, den beiden Herausgebern des Buches über Beuys Multiples, gab.
Gemälde, Grafiken, das Hummertelefon