Seit Mitte des 19. Jahrhunderts arbeitete die Wissenschaft an einem Medium zur Fernübertragung bewegter Bilder. Entscheidend war die Erfindung des „Elektronischen Mikroskops“ durch Paul Nipkow im Jahr 1884. Seine rotierende Lochscheibe gilt als Urpatent des Fernsehens. Dennoch fristete das Fernsehen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein Schattendasein.
Am 22. März 1935 nahm der „Fernsehsender Paul Nipkow – Berlin“ seinen Betrieb auf – als erster der Welt. Seinen eigentlichen Siegeszug trat das Fernsehen erst nach dem Zweiten Weltkrieg an. Zu Weihnachten 1952 nahm das bundesdeutsche Fernsehen seinen Betrieb auf, und auch in der DDR gab es seit dem 21. Dezember 1955 regelmäßige Programme. In der Wirtschaftswunderwelt der 1950er Jahre galt das Fernsehen in den eigenen vier Wänden als Sensation und deshalb als unbedingt erstrebenswert. Bereits 1969 besaß nahezu jeder Haushalt ein Fernsehgerät.
Eine tiefe Zäsur in der Fernsehgeschichte bildete die Einführung des Privatfernsehens am 1. Januar 1984. Während 1984 durchschnittlich 3,5 Programme empfangen werden konnten, waren es im Jahr 2001 bereits 35. Die neuen Anbieter veränderten wiederum die Programmstruktur des Fernsehens und auch die Gewohnheiten des Publikums. Tatsächlich empfindet das Publikum des beginnenden 21. Jahrhunderts die Fülle des Fernsehens als Ausdruck persönlicher Freiheit.
Kuba-Komet (1960er Jahre)
Ein 131 kg schweres Phonomöbel der Luxusklasse: mit Fernsehgerät, Tonband, Schallplattenspieler und Radio.